Video: 30 Day Minimalism Game – Tag 1

Der Winter ist die beste Jahreszeit, um sich um die Wohnung zu kümmern und mal so richtig aufzuräumen. Schließlich dauert es noch ein bisschen, bis wieder Grillpartys, das Freibad und überhaupt die Sonne locken…

Ich starte diesen Monat ein ganz besonderes und sehr persönliches Organizing-Projekt: Das 30 Day Minimalism Game!

Alles dazu erfahrt ihr in meinem Video. Wenn es euch gefällt, abonniert einfach den YouTube-Kanal von Chaos im Kleiderschrank und ihr werdet sofort informiert, wenn ein neues Video online geht.

Viel Spaß beim Zuschauen!

 

 

 

Storytime: Bücher, Bücher, zu viele Bücher…

Unter dem Titel “Storytime” veröffentliche ich in loser Reihenfolge Artikel zu Themen, die mich persönlich akut beschäftigen: Wie ich in meiner eigenen Wohnung Ordnung halte, welche Strategien ich nutze, welche Herausforderungen es gibt.

Meine aktuelle Herausforderung: eine Ikea-Tüte (die große!) voller aussortierter Bücher und keine Ahnung wohin damit!

Weil ich derzeit meiner Wohnung ein Upgrade gönne und ein Bücherregal rauswerfe, war es an der Zeit, meine Bücher Stück für Stück in die Hand zu nehmen und zu entscheiden: Haben sie mir gefallen? Werde ich sie noch einmal lesen? Und wenn die Entscheidung richtig schwer war: Würde ich sie heute noch einmal kaufen?

Natürlich kommt man dabei auch in Kontakt mit der eigenen Nachlässigkeit: Da ist der Roman, den ich seit fünf Jahren lesen wollte, aber es nie getan habe. Die Fremdsprache, die ich lernen wollte, aber es nie getan habe. Gleichzeitig entwickelt sich der Mensch weiter und die Technologie auch. Selbst der Duden ist inzwischen im Internet. Mit neuen Lebensabschnitten sind die Schulbücher, Fachbücher aus der Ausbildung, früher geliebte Bildbände oder Genre nun einmal nicht mehr attraktiv. Sie können Platz machen für… naja, für Platz. Oder für aktuelle Interessen, egal ob Sachbuch oder Krimireihe. Oder den eBook-Reader.

chaos_im_kleiderschrank_buecher_aussortieren_2015.01.05 Gute 30 Werke sind also in meiner Aussortieren-Tüte gelandet. Und jetzt? Der Markt ist übersättigt von gebrauchten Büchern. Für 0,15 € das Stück ist mir der Aufwand für einem Online-Reseller alles einzutippen und zu verschicken zu groß. (Ausnahme: teure Fachbücher lohnt es sich manchmal bei eBay, Amazon und Co. zu verkaufen.) Auch mich auf den Flohmarkt zu stellen, für eine Standgebühr, um dann auf 0,50 € das Stück heruntergehandelt zu werden, klingt nicht so erquickend.

Dann lieber spenden: Zum Beispiel nehmen Oxfam Shops gut erhaltene Bücher an, die noch eine Relevanz haben (ein “Windows 95 for Dummies” kauft auch dort niemand mehr) und stecken die Einnahmen in Charity-Projekte. Meine aussortierten Dinge weiterzugeben und damit zu helfen, das finde ich immer gut.

Oder verschenken: Alle Freunde und Verwandten, die mich in Zukunft besuchen kommen, dürfen in die Büchertüte greifen und einen Schmöker mit nach Hause nehmen. Oder de Bücher werden noch mehr Menschen zur Verfügung gestellt: Den Nachbarn im Hausflur oder auf der Straße, den Kollegen im Büro, den Mitschülern oder Kommilitonen im Unterichtsraum. Viele Städte haben auch öffentliche Bücherschränke, die sich über Zuwachs freuen. Aber Achtung: Auch hier will niemand “Windows 95 for Dummies” lesen…

Und was lerne ich daraus: Ich bin dankbar für jedes Mal, wo ich mir in der Vergangenheit ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen habe und es sorgenlos zurückbringen konnte. Auch unter Freunden oder in der Familie lassen sich Bücher fleißig tauschen, besonders aktuelle Bestseller, die gerade alle lesen wollen. Geld spart es außerdem. Sharing is caring und die meisten Bücher liest man doch nur einmal. Und sonst einfach noch einmal ausleihen!

Saisonwechsel: Raus aus den Sandalen und rein in die Stiefel

Die Uhr ist schon umgestellt und draußen rascheln bunte Blätter unter den Füßen – die beste Gelegenheit, sich den Kleiderschrank vorzunehmen: Die Sommerkleidung kommt raus und die Winterkleidung wird eingeräumt.

Pexels_BlätterHallo Herbst, hallo kuschelwarme Pullis!

Der Austausch von saisonaler Kleidung ist eine tolle Möglichkeit, für Platz und Übersicht zu sorgen. In einer Kiste auf dem Dachboden oder unter dem Bett ist die Sommerkleidung in der kalten Jahreszeit gut aufgehoben. Wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird, wird sie gegen die Winterkleidung ausgetauscht und darf zurück in den Schrank.
Das System hat noch einen Vorteil: Ein Teil des Kleiderschrankinhalts ist aus den Augen, aus dem Sinn und nach einem halben Jahr kann man all seine schönen Klamotten wieder neu entdecken!
Natürlich wird nicht alles ausgetauscht, es gibt immer auch Kleidung (Jeans!), die saisonunhabhängig sind. Und wenn sich manche Kleider und Röcke dank Strumpfhose das ganze Jahr tragen lassen, umso besser!

Schritt 1: Auswählen: Was gehört zur Sommergarderobe und wird jetzt aus dem Schrank geholt?

  •  Shorts, luftige Röcke und Kleider
  • Tops, leichte Blusen, kurzärmlige Hemden
  • Sommerjacken
  • dünne Nachtwäsche und Socken
  • Sandalen, Leinenschuhe, Ballerinas
  • Accessoires wie Sonnenbrillen und Strandhüte

Natürlich wird alles nur im sauberen, gewaschenen Zustand weggeräumt!

Jetzt ist übrigens die beste Gelegenheit, zu überprüfen, welche Kleidungsstücke im Sommer gar nicht getragen wurden und welche ihre besten Zeiten hinter sich haben. Kleiner Tipp: Aussortieren bei Tageslicht hilft, Flecken und Pilling besser zu erkennen.

Pexels_Sandalen

Tschüß Sandalen, wir sehen uns im Frühling!

Schritt 2: Die Winterkleidung, also dicke Pullis, Mäntel und Stiefel, werden ausgepackt, auch auf ihre Qualität und Aktualität überprüft und dann im Kleiderschrank und Schuhregal verstaut oder im Flur an die Garderobe gehängt.

Schritt 3: Wenn ihr euch zweimal im Jahr so intensiv mit eurem Kleiderschrankinhalt befasst, lohnt es, sich nebenbei eine Shoppingliste zu schreiben. Am besten so konkret wie möglich. So wisst ihr genau, was eure Garderobe noch benötigt, damit ihr euch gut angezogen fühlt. Und das ist ja schließlich das Ziel!

Chaos im Kleiderschrank_Saisonwechel_Shoppingliste

Ich packe meinen Koffer… aus!

Nach der Reise ist vor dem Auspacken – aus aktuellem Anlass gibt es dafür heute ein paar Tipps. Ich bin selbst gestern aus dem Urlaub zurück gekehrt (bye bye kalifornische Sonne…). Früher habe ich dazu geneigt, meinen vollen Koffer tagelang in der Wohnung stehen zu lassen, ihn so gut wie möglich zu ignorieren und um ihn herum zu laufen, bevor ich mich aufgerafft habe, ihn endlich auszuräumen. Man kennt das ja… Und heute? Heute ist schon wieder alles an seinem Platz und der Koffer verschwunden.

Koffer auspaclen

Denn auch wenn man nach der Reise erschöpft nach Hause kommt, lohnt es sich, das Auspacken direkt anzugehen. Außer ihr kommt erst um Mitternacht heim. Aber auch dann können Koffer, Trolley oder Backpacker-Rucksack am nächsten Tag weggeräumt werden – nicht nächste Woche!

Gute Musik aufgelegt und los geht’s, am besten Schritt für Schritt, also Fach für Fach:

  • Saubere Wäsche kommt zurück in den Schrank, Blusen und Hemden evt. zur Bügelwäsche.
  • Dreckige Wäsche wandert in den Wäschekorb oder direkt in die Waschmaschine.
  • Schuhe gehören natürlich in das Schuhregal.
  • Kosmetik wird im Badezimmer verstaut.
  • Bücher, Spiele, Kamera und Ladegeräte werden wieder ins Regal oder in Kisten gelegt.
  • Für Souvernirs wird ein schöner Platz in der Wohnung gesucht oder sie kommen in eine “Erinnerungsbox”. Mitbringsel für Freunde und Familie sollten z. B. in einer Tüte griffbereit sein, damit sie beim nächsten Besuch sofort übergeben werden können.
  • Als letztes gehört natürlich auch der Koffer verstaut: Wenn er es nötig hat, einmal abwischen und Strandsand ausschütteln. Dann kommt er unter das Bett, auf den Schrank, in den Keller oder auf dem Dachboden, wo immer er Platz findet und mit anderen Koffern und Reisetaschen “zusammenwohnt”.

Das Koffer auspacken ist übrigens die beste Gelegenheit, um zu rekapitulieren, wie ihr in Zukunft besser einpackt: Achtet darauf, welche Kleidung gar nicht getragen wurde, welcher Schnickschnack umsonst mitgereist ist und wovon ihr mehr gebraucht hättet. Wenn ihr regelmäßig z.B. geschäftlich verreist, bietet es sich an, gewisse Dinge wie Kosmetik in Travelsize, Schuhbeutel, Regenschirm usw. direkt im Koffer zu lassen. So seid ihr stets bereit für den nächsten Trip.

Und wenn trotz allem die Couch lockt, immer daran denken: Je schneller das Koffer auspacken erledigt ist, desto entspannter kann der Alltag wieder beginnen!

Projekt #3: Kellerraum

Das Problem:

Ein Kellerraum in einem Einfamilienhaus, der ein unübersichtlicher Aufbewahrungsort für Lebensmittel, Weihnachtsdeko, Kleidung, Akten, Videokassetten, Spielzeug, alte Küchengeräte und und und… ist. Viele Dinge werden gar nicht mehr gebraucht und versperren Sicht und Zugang zu Sachen, die regelmäßig in Benutzung sind.

Die Lösung:

Wir haben im restlichen Keller verschiedene Zonen eingerichtet und sie “Spenden”, “Müll” und “Neuer Aufbewahrungsort” genannt. Dann ging es ans Werk und nach nur wenigen Stunden waren bereits zehn große Säcke “Müll” zusammen gekommen.

2014.02.11. - AussortiertIch habe der Kundin geraten, in Zukunft Lebensmittel und angebrochene Getränke nur noch in der Küche zu lagern, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Außerdem plant sie große, transparente Boxen für Deko, Bastelmaterialien und Unterlagen zu besorgen, die übersichtlicher sind und sich besser stapeln lassen als eine wilde Ansammlung von Pappkartons. Auch wird sie eine Entscheidung treffen, was mit dem Fitnessgerät passiert, das mitten im Raum steht, aber von niemandem in der Familie mehr genutzt wird.

Ein weiterer, wichtiger Tipp: Ich empfehle Haushaltsgeräte (Mixer, Wasserkocher, Bügeleisen…) direkt zu entsorgen, wenn sie durch ein neues Modell ersetzt werden. Es lohnt sich nicht, die alte Kaffeemaschine jahrelang aufzubewahren, “nur für den Fall”, dass das die neue Kaffeemaschine “irgendwann” kaputt geht. Schließlich gab es einen trifftigen Grund für die Anschaffung eines neuen Geräts.

Der Vorher-Nachher-Effekt:

2014.02.11. - Vorher Nachher 03  2014.02.11. - Vorher Nachher 01

Und das sagt die Kundin:

“Christin hat mir sehr viel Arbeit abgenommen und zahlreiche Lösungen eingebracht, für die mir die Ideen und vorallem die Zeit fehlen. Jetzt habe ich endlich den Platz und die Motivation, den Kellerraum renovieren zu lassen.”

S.M., Selbsständige aus Zossen, Brandenburg

Projekt #2: Gästezimmer

Das Problem:

Ein Gästezimmer, das im Laufe der Zeit zur Abstellkammer geworden ist.

Die Lösung:

Alle Sachen, die mitten im Raum stehen, bringen wir erst einmal ins Wohnzimmer, um sie später zu sortieren. Dann werden die Schränke und Regale neu organisiert. Das  Bücherregal wird zum Beispiel nach Fachliteratur, Kinder- und Jugendliteratur, Belletristik sowie ungelesenen Büchern geordnet. Es finden sich außerdem viele Gegenstände an, die nicht mehr gebraucht werden oder eigentlich an einen anderen Platz in der Wohnung gehören. Anschließend erstellen wir eine Shopping-Liste, denn um auch in Zukunft problemlos Ordnung halten zu können, werden unter anderem Zeitschriftenordner, Türhaken und Aufbewahrungskisten benötigt.

Im Laufe der Zusammenarbeit stellt sich heraus, dass die Kundin eigentlich kein Gästezimmer sondern vielmehr ein Arbeitszimmer benötigt. Sie plant die Couch bald durch einen Schreibtisch zu ersetzen.

Der Vorher-Nachher-Effekt:

2014.01.10 - Vorher Nachher 01   2014.01.10 - Vorher Nachher 02

Wohin mit dem Zeug? Vor die Tür!

Unter dem Titel “Wohin mit dem Zeug?” gibt es in loser Reihenfolge hilfreiche Tipps, wie man nach dem Aussortieren die Sachen am besten los wird.

Die Lösung heute: Vor die Tür!

Das eignet sich besonders, wenn sich bei einer kleineren Aufräum-Aktion einige Dinge anfinden, die zum Wegwerfen zu schade aber den Aufwand des Verkaufens auch nicht wert sind. Besonders in der Stadt und in Mehrfamilienhäusern kann man vieles ganz einfach zum Verschenken in das Treppenhaus oder vor das Haus stellen. Dort verschwinden sie in wenigen Stunden meist wie von Zauberhand und ein anderer Mensch freut sich über seinen neuen Besitz.

Blog 01

Aber Achtung, natürlich dürfen die Sachen nicht zur Stolperfalle werden! Auch wenn sich nach einigen Tagen noch kein neuer Besitzer gefunden hat, sollte man sie selbstverständlich entsorgen.

Was eignet sich gut zum Verschenken?

- Bücher und Zeitschriften

- Geschirr

- Deko-Artikel

- Modeschmuck und, und, und…

Einfach ausprobieren! Du bist das Zeug mit wenig Aufwand los und machst deinen Nachbarn eine kleine Freude!

Projekt #1: Kleiderschrank

Das Problem:

Ein dreitüriger Kleiderschrank und weder genug Platz noch ein zufriedenstellendes Ordnungssystem.

Die Lösung:

Erst einmal finden wir Stauraum für die Dinge, die gar nicht in den Schrank gehören: Ordner und Kosmetikartikel kommen in andere Regale, saisonale Kleidung und Bettwäsche verschwinden in einem Bettkasten.

Anschließend gehen wir jedes Kleidungsstück einzeln durch und entscheiden: weggeben (wenn es nicht mehr gefällt, kaputt ist usw.), ändern (Jeans zu Shorts abschneiden, Knöpfe annähen usw.) oder behalten. Es kommen zwei große Beutel mit Kleidung zusammen, die nicht mehr getragen und dehalb gespendet wird. Die Kundin weiß jetzt konkret, welche Kleidungstücke sie in Zukunft noch kaufen möchte und von welchen sie genug hat.

Zum Abschluss räumen wir die Kleidung übersichtlich wieder ein: T-Shirts, Tops, Pullover, Schlafanzüge und Sportkleidung bekommen jeweils einen eigenen Stapel. Knitteranfällige Kleider, Blusen und Blazer hängen auf Kleiderbügeln. Wir besorgen spezielle Kleiderbügel für Röcke und hübsche Boxen für Accessoires wie Schals, Mützen und Handschuhe.

Der Vorher-Nachher-Effekt:

2013.10.12 - Vorher Nachher       Vorher-Nachher-Effekt 02

Und das sagt die Kundin:

“Nach Christins Besuch gibt’s kein Chaos mehr im Kleiderschrank: alles sieht tip top aus und hat System – so logisch, dass die Ordnung noch lange anhält! Dazu kommt noch die hilfreiche Beratung beim Aussortieren, Stylingtipps und zum Abschluss eine E-Mail mit persönlichen Ratschlägen. Ich freu mich immer wieder darüber, wenn ich morgens den Kleiderschrank öffne und würde das Professional Organizing von Christin Köppen hundertprozentig weiterempfehlen.”

Xenia, Studentin aus Berlin